Börsenlexikon
Leerverkauf

Was man unter „Shorten“ bzw. einem Leerverkauf versteht, welche Chancen und Risiken damit verbunden sind und was man dabei unbedingt beachten sollte.

Leerverkauf

Leerverkauf (Foto: Dragon Images | Shutterstock)

Unter Shorten versteht man das „Leerverkaufen“ von Wertpapieren. Dabei leiht man sich Aktien von seinem Broker und verkauft diese in der Hoffnung, die Papiere später zu einem günstigeren Kurs zurückkaufen zu können. Die Differenz zwischen dem Verkaufskurs und dem Eindeckungskurs ist der Gewinn dieser Transaktion. Das Shorten ist sehr risikoreich, da das Verlustrisiko aus einem solchen Geschäft theoretisch unbegrenzt ist. Steigt die Aktie nämlich über den Verkaufskurs entsteht ein Verlust.

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Und so würdest Du es einem Kumpel erklären:

Beim „Leerverkauf“ verkauft ein Börsianer Aktien, die er gar nicht besitzt. Natürlich muss er diesen „Minusbestand“ bei seinem Broker später wieder „eindecken“. Tut er das zu einem geringeren Preis, als er die Aktien anfangs „leerverkauft“ hat, erzielt er einen Gewinn. Einen Leerverkauf sollte man also dann in Erwägung ziehen, wenn man erwartet, daß eine Aktie deutlich fällt. Der „Leerverkauf“ birgt ein theoretisch unbegrenztes Verlustrisiko. Wenn sich eine „leerverkaufte“ Aktie vervielfacht, hat der leerverkaufende Anleger ein Vielfaches des erzielten Verkaufspreises verloren.

Zwei Beispiele

Leerverkauf: 100 Aktien zu 100 Euro = 10.000 Euro
Eindeckung: 100 Aktien zu 90 Euro = 9.000 Euro
Gewinn: 1.000 Euro
Leerverkauf: 100 Aktien zu 100 Euro = 10.000 Euro
Eindeckung: 100 Aktien zu 500 Euro = 50.000 Euro
Verlust: 40.000 Euro

In Beispiel 2 übersteigt der Verlust das ursprünglich eingesetzte Kapital um ein Vielfaches.

Sebastian Fiebiger: Hast Du Fragen zum Leerverkauf? Ist etwas unklar geblieben? Dann frag uns! Direkt unter diesem Artikel, in den Kommentaren. Wir freuen uns auch über Ergänzungen, Korrekturen oder persönliche Erfahrungen. Du hilfst damit auch anderen Lesern.

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