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Schwarzarbeit melden – Wo und wie?

Schwarzarbeit zu melden, ist mehr als Denunziantentum. Illegale Beschäftigung kostet den Staat Steuereinnahmen in Milliardenhöhe und schadet damit uns allen.

Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt

Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt (Foto: Avanne Troar | Shutterstock)

Generell gilt, dass Schwarzarbeit illegal ist. Jeder, der mitbekommt, dass ein Arbeitgeber seine Arbeitnehmer schwarzarbeiten lässt oder der bemerkt, dass jemand Arbeiten schwarz erledigt, hat die Pflicht, dies auch den zuständigen Behörden zu melden. Doch welche Behörden sind zuständig?

Wann ist es Schwarzarbeit?

Zunächst einmal gilt es, den Begriff der Schwarzarbeit zu definieren, sodass klare Aussagen darüber getroffen werden können, wann der Verdacht auf Schwarzarbeit überhaupt besteht. Sobald bei der Ausübung von Leistungen und Arbeiten Verstöße gegen das Steuerrecht oder Sozialversicherungsrecht erfolgen, spricht man von Schwarzarbeit.

Auch wenn mögliche Leistungsträger wie die Bundesagentur für Arbeit, Sozialämter oder andere Träger der Grundsicherung nicht über den Umstand der Arbeitsaufnahme informiert wurden, wird schwarzgearbeitet. Beim Schwarzarbeiten gibt es keine schriftlichen Abschlüsse zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Anstellung und alle weiteren Vereinbarungen erfolgen lediglich mündlich. Der Lohn wird direkt bar ausgezahlt.

Sowohl zivilrechtlich als auch strafrechtlich kann ausgeübte Schwarzarbeit Konsequenzen nach sich ziehen. Neben Bußgeldern können bei einer Verurteilung auch Freiheitsstrafen ausgesprochen werden.

Schwarzarbeit: Wen kann man informieren?

Grundsätzlich nimmt die Polizei, das Ordnungsamt das Finanzamt Hinweise über diese Form der Kriminalität entgegen. Das kann schriftlich oder per Telefon erfolgen. Auch ohne Absender wird eine entsprechende Anzeige weiterverfolgt. Sollte es sich bei dem Schwarzarbeiter um einen Handwerker handeln, kann dieser auch direkt bei der Handwerkskammer gemeldet werden.

Die Bekämpfung der Schwarzarbeit übernimmt in Deutschland die Bundeszollverwaltung. Jedoch erhält die Bundeszollverwaltung tatkräftige Unterstützung von unterschiedlichen Behörden. Dazu gehört unter anderem auch die jeweilige Gemeindeverwaltung.

Schwarzarbeit anonym melden

Jedes Bundesland hat einen Hauptzollamt-Standort, an den man sich wenden kann, sofern der Verdacht auf illegale Beschäftigung oder Schwarzarbeit besteht. Äußert man einen Verdacht, bleibt man stets anonym, da der Name und alle weiteren Daten datenschutzrechtlichen Bestimmungen unterliegen. Natürlich können Verdächtigungen auch vollends anonym abgegeben werden. Allerdings sollten sie natürlich unbedingt den Tatsachen entsprechen. Der Verdacht kann auch an die Polizei herangetragen werden, die ihn dann an die zuständige Behörde weitergibt.

Vor rund 20 Jahren durften Zollbeamte lediglich die Sozialversicherungsausweise kontrollieren. Da die Schwarzarbeit in den letzten Jahren jedoch stetig zugenommen hat, sind die Berechtigungen ausgeweitet worden, sodass die Beamten inzwischen Polizeibefugnisse haben und zum Teil sogar als Helfer der Staatsanwaltschaft fungieren. Dadurch ist es den Zollbeamten neben gezielten Ermittlungen ebenfalls erlaubt, Prüfungen ohne konkreten Verdacht auf illegale Beschäftigung durchzuführen.


Redaktion


Hast Du schon Erfahrungen mit Schwarzarbeit gesammelt? Würdest Du jemanden anzeigen, der Dir Schwarzarbeit anbietet? Schreib uns Deine Meinung und Deine Erfahrungen. Wir freuen uns auf Deinen Kommentar – direkt unter diesem Artikel.

Kommentare:
  • Xxx

    Hi zusammen
    Hab ein sehr lustiges Problem…. Ich wohne in einem Wohnblock mit Eigentümern und Mietern…. Seit kurzem geht’s über mir richtig rund! Es brummt, es wird gesägt, geklopft, Möbel rum geschoben und diverses Holz fällt nach dem sägen polternd zu Boden….Vor kurzem wurden wohl die fertigen Stücke geholt und geliefert….Seit heute geht’s wieder voll ab. Täglich, über Wochen…. Dann is wieder ne zeit ruhe und der Spaß fängt wieder an.
    Meine Vermutung ist, dass der Kerl Möbel anfertigt und verkauft. Was macht man in so einem Fall?

  • Steuerzahler

    Es geht doch nicht nur um die nicht aufgedeckten Fälle. Mich stören vielmehr die Fälle, wo bereits Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden, eindeutige Beweise erbracht wurden…
    …um dann alles im Sande verlaufen zu lassen. Man wurde schon immer für dumm hingestellt, wenn man sich an alle Regeln hält (die für ein zivilisiertes Miteinander nunmal nötig sind).
    Aber mittlerweile fühlt man sich auch von den zuständigen Behörden verhöhnt und ausgelacht. In Kurzform ein konkreter Fall: junge Frau, wohnt bei den Eltern, die berufstätig sind. Ist deshalb beim Bruder wohnhaft gemeldet, um Hartz4 kassieren zu können. Jobbt in einer Pizzeria, Auszahlung des Lohnes TÄGLICH IN BAR! Arbeitsverhältnis natürlich nicht bei ARGE gemeldet. Pizzeria (bundesweit agierende Kette) gerät ins Visier, Fall fliegt auf. Schwarzarbeiterin bekommt für einmalig 15€ ne Anwältin, den Rest zahlen ja wir Steuerzahler. Die Konsequenzen für die Pizzakette kenne ich nicht. Sie ist jedenfalls immer noch am Markt. Anwältin verzögert Prozess, drängt Mandantin, eigene Wohnung zu beziehen, die auch noch vom Amt, also uns Steuer-und Beitragszahlern finanziert wird. Zitat Anwältin: bis ….. müssen wirs noch hinauszögern, dann wird eingestellt.
    Schwarzarbeiterin hörte nix mehr vom Verfahren und…. RICHTIG!!!…
    …fing bei einer anderen Pizzeria an. 165€ aufm Papier, Rest in bar, also wie gehabt.
    Sie bewundert übrigens ihren Schwager sehr, weil der „soo fleißig ist“. Der fährt JEDEN Tag (also bis 31 Tage im Monat) Taxi. Auch jedes Wochenende u Feiertags. Bezieht trotzdem Hartz4. Von den der ARGE gemeldeten 450€ kann man ja schließlich nicht leben. Dass er monatlich die 4fache Summe zusätzlich in bar von seinem Chef bekommt, geht doch die vom Amt „nen Scheissdreck an“.

    Ja. So läuft das hier. Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotz.. möchte.

  • anonymous

    Ich habe schon tre mal bei zollamt darmstadt Polizei pfungstad. Das in enschelbück in pfungstadt ist eine schwarzen Werkstatt. Er kassiert sozial hilfe.von stadt.aber bis jetzt hat kein besuchen gehabt.ich haben auch sein Name erdal orle.was bringen das wen nimand werde nicht getrafen?????

  • max meier

    Ich sags ma so.
    Es gibt bessere methoden als anzeigen.
    ………….. !!!!!!!
    oder aber ein viel mächtigeres instrument MEDIEN!!!!!! wallraff örtliche zeitungen etc aber ganz wichtig zeugen die das untermauern.
    Die vom zollamt bekommen doch ihre fotze nich hoch schicken mahnungen und strafbescheide damit wischt sich der betrüger doch den arsch ab.
    Und dann ab die kurve gekratzt. und wer ist der gearschte richtig der ehrliche anzeigenerstatter. und es kommt noch besser Die krankenkasse will ja schließlich auch ihre kohle haben also wenn der ag nix zahlt gehts an den an.

    Danke staat ihr zeigt mir mal wieder wie viel wert ich euch bin.
    Was würden sie denken wenn einer vom hiesigen zollamt die aussage tätigt wir haben hier ganz andere dinge zu stemmen.

    Nie wieder werd ich ne anzeige erstatten beweise sammeln und dann öffentlich hinrichten.

  • Ich

    Hallo,

    mein Nachbar ist Harz 4 Empfänger, das kann jedem passieren.
    aber das er eine bessere und größere Wohnung als ich (als arbeiter) hat, und vom Staat bezahlt bekommt, ist nicht rechtens.
    er erzählte mir das er nicht einmal mehr für sein ferhnseh Strom zahlen müsse, eine neu erworbene solaranlage für 4k auf dem dach reicht aus.
    und sehr zufrieden ist er weil seine Putzfrau (kein scherz) mal wieder odentlich sauber gemacht hat, da er diverse dinge nicht gern säubert.

    ich kann nicht sagen das ich nicht eifersüchtig bin, aber ihr könnt euch nicht vorstellen wie es ist tag für tag nach hause zu kommen und ihm beim feiern zu hören. außer natürlich an den tagen an dem er schwarz arbeitet. was zwar oft ist aber es tut an den tagen weh wo ich ihn sehe oder er mich anspricht.

    wenn er ärger mit der Behörde hat, macht er auf psychisch krank, säuft einen und läßt sich für ein paar tage einweisen. zum arbeiten ist er natürlich gesund. die Putzfrau muß ja bezahlt werden.

    was kann ich tun ?

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