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Ausschüttende Fonds – Ausschüttung von Zinsen und Dividenden

Es gibt ausschüttende und thesaurierende Fonds – doch wo ist der Unterschied? Und was wird eigentlich ggf. ausgeschüttet?

Ausschüttende Fonds schütten Zinsen und Dividenden aus

Ausschüttende Fonds schütten Zinsen und Dividenden aus (Foto: Zadorozhnyi Viktor | Shutterstock)

Einmal im Jahr werden die Erträge eines Fonds ausgewiesen und anschließend an die Eigner der Fondsanteile ausgeschüttet. Bei den Erträgen handelt es sich um Zinsen und Dividenden, die aus den im Fonds befindlichen Aktien und Wertpapieren erwirtschaftet werden konnten. Man unterscheidet zwischen ordentlichen und außerordentlichen Erträgen. Ordentliche Erträge sind Zinsen und Dividende, außerordentliche Erträge können z.B. durch den Verkauf von Wertpapieren erzielt werden. Bei Rentenfonds fallen die Ausschüttungen meist höher aus als bei Aktienfonds, da der Wertzuwachs eines Aktienfonds nur zum geringen Teil aus Dividenden resultiert. Entscheidend für den Anlageerfolg eines Aktienfonds sind vielmehr die Kurssteigerungen der im Fonds gehaltenen Aktien. Rentenfonds hingegen profitieren in erster Linie durch Zinszahlungen der Wertpapiere, in die sie investiert sind.

Ausschüttender Fonds

Ein ausschüttender Fonds legt das erwirtschaftete Geld in der Regel sofort erneut für seine Kunden an, eine direkte Auszahlung an den Besitzer von Fondsanteilen ist eher unüblich. Am Tag der Ausschüttung sinkt der Kurs des Fonds um den Ausschüttungsbetrag, für diesen Betrag erhält der Fondsbesitzer neue Fondsanteile. Dabei berechnen die meisten Fondsgesellschaften keinen oder zumindest einen reduzierten Ausgabeaufschlag. Der Erwerb neuer Fondsanteile über die erwirtschaftete Ausschüttung ist somit meist günstiger als der normale Zukauf, bei dem der volle Ausgabeaufschlag fällig wird. Auch deswegen macht es Sinn, den Ausschüttungsbetrag für eine Neuanlage zu nutzen. Die automatische Wiederanlage der Ausschüttung lässt sich folglich mit dem Zinseszins-Effekt vergleichen: Ein Guthaben, das mit 5 Prozent verzinst wird, bringt absolut jährlich immer den gleichen Ertrag, wenn man am Jahresende den Zinsertrag entnimmt. Tut man dies nicht, erhöht sich der zu verzinsende Betrag und damit der absolute Zinsgewinn im kommenden Jahr. Bei der automatischen Wiederanlage der Ausschüttung erübrigt sich zudem die Frage, wie und wo das ausgeschüttete Kapital neu angelegt werden kann.

Eine reale Ausschüttung des jährlichen Fondsgewinn macht dann Sinn, wenn diese Erträge verbraucht werden sollen, etwa im Sinne einer Rente.

Thesaurierende Fonds

Das Gegenteil zum ausschüttenden ist der thesaurierende Fonds. Hierbei werden die Erträge unmittelbar in neue Aktien oder Wertpapiere angelegt.

Sebastian Fiebiger: Investierst Du lieber und thesaurierende oder ausschüttende Fonds? Warum? Oder hast Du Fragen? Poste Deinen Fragen, Ergänzungen und Ansichten in die Kommentare, direkt unter diesem Artikel. Du hilfst damit auch anderen Lesern.

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